Tümpel-Safari
Eine Geschichte mit wenigen Worten und vielen Bildern
Ich habe noch einige Xvid Filmchen liegen, diese klebe ich später noch in den Text … und dann hat es endgültig den Charakter einer Urlaubsdia-Vorführung. Ich muss mir etwas einfallen lassen… ![]()
| Sonntag war ein “Tümpeln mit Gästen” geplant. Rolo und Nicole kamen vorbei und gemeinsam ging es auf die Jagd nach Mückenlarven, Wasserflöhen und was sonst noch so Leckeres im Teich herumschwamm. So eine Safari will gut ausgerüstet sein und bei fünf Teilnehmern (Nicole, Christa, Hannah, Rolo und Marc) empfiehlt sich ein entsprechendes Vehikel. ;-) | ||
| Der Teich ist ungefähr 80m lang und 20m breit. Da sich in den letzten zwei Jahren das Potamogeton natans (Schwimmendes Laichkraut) rasant ausgebreitet hat, ist ohne allzu große Schweinereien nur ungefähr eine Hälfte des Teiches nutzbar. Also ziehen wir das Netz diagonal über diese Hälfte. | ||
| Nun wird erstmal das Gerödel sortiert. So viel ist es gar nicht. Eigentlich werden nur zwei Eimer, das Sieb (später mehr dazu), Netz und Leine benötigt. Die Schnur hat eine Bruchlast von über 80kp. Das ist auch ganz gut so, beim pullen gehen geschätzte 30-40kp auf die Leine, diese verliert wegen der Knoten einiges von ihrer Nennbruchlast und somit passt es ungefähr. In einen der Eimer kommt Wasser aus dem Teich, hier hinein wird nachher der Fang ausgeleert. Der dritte Eimer auf dem Bild ist heute zu Gast und wird später, hoffentlich gut gefüllt, die Heimreise nach Bremen antreten. | ||
| Am anderen Ende der Strecke wird das Netz vorbereitet. Klingt wild, ist es aber gar nicht. Die Waage (Anbindeleinen) wird gelöst und fertig. Ich schieße die immer mit einer Hexenleiter auf damit hier kein Gordischer Knoten entsteht. | ||
| Nun wird die Zugleine möglichst weit oben an einem Baum festgemacht. Möglichst weit oben, weil ich nachher, die Leine abspuhlend, am Ufer entlang …. naja, nennen wir es mal “gehen” - Die Videos zeigen ein etwas anderes Bild, aber die stelle ich noch nicht ein :-P - … also, weil ich nachher am Ufer entlang gehe und dabei teilweise über recht hoch gewachsene Büsche hinweg muss. | ||
| Hier wird entspannt, die Leine abrollend, gewandert! | ||
| Das ist auch WANDERN! Und nasse Füsse hole ich mir des öfteren. Im Moment ist es noch harmlos. Im Winter schon unangenehmer. Am besten knapp über 0°Celsius und Regen. Manchmal bin ich schon durchgesuppt, bevor ich den Teich erreiche. 8-) Spaß macht es trotzdem, und das nicht zu knapp. | ||
| Nun geht es aber los. Das Netz ist mit der Leine verbunden, es darf gezogen werden. Man beachte den Gesichtsausdruck des Verfassers dieser Zeilen. Also ich sehe da (natürlich) nur Positives, so eine Mischung aus gespannter Erwartung und Freude… nein, nix mit Selbstzufriedenheit und so weiter! | ||
| Es wird gezogen und gezogen, das Netz wird schwerer und schwerer. Dieses liegt unter anderem an den, in dieser Jahreszeit vorhandenen Schwebealgen. Diese setzen die Maschen teilweise etwas zu und man muss gegen den, dadurch erhöhten, Widerstand anziehen. Und hier treten dann auch gegen Ende der Strecke die größten Zuglasten auf. Anfangs dachte ich noch: “Jetzt hast Du bestimmt ein Kilogramm Futter im Netz!”. ganz so war es dann doch nicht. Mengenmäßig geht es im Winter am Cyclopsteich anders zur Sache. | ||
| Rolo muss zwischendurch auch mal ran. Nur fotografieren und filmen zählt nicht. ;-) Nun wird das Netz ganz an Land gezogen. Obwohl ich das ziemlich luschig zusammen gesteppt habe, hält es bisher sehr gut. Allerdings ist das nächste Netz schon fertig geplant. Das wird noch deutlich anders, praktischer und ein wenig größer werden. | ||
| Praktischerweise passt der Rahmen des Netzes komplett über den Eimer. gern würde ich nun behaupten, dieses wäre genau so und nicht anders geplant. Das ist aber Quatsch, purer Zufall. Das Format dieses Schleppnetzes richtet sich nach der Größe des Gardinen-Reststückes, welche ich mal für 2,40 Euro gekauft habe. Diese Angelegenheit ist, bedingt durch die Schwebealgen, sehr glitschig, das Netz fühlt sich nach Schmierseife an. | ||
| Und hier, noch inkognito, das Ergebnis des ersten Netzzuges. Eine ganz anständige Portion, das wird aber erst deutlich, wenn alles im Eimer ist.Und das machen wir jetzt mal klar, indem das Netz in dem Eimer umgestülpt wird. | ||
| Ein gar nicht mal so seltener Gast im Netz, eine Stabwanze. Ferner finden sich öfter mal Rückenschwimmer und Wasserläufer. Diese bleiben hier. Und wie das geht seht Ihr gleich. | ||
| Der gesamte Inhalt des Eimers wird nun über das Sieb in den zweiten Eimer umgefüllt. Dabei wird zuverlässig alles was nicht “Futter” heißt aussortiert und wandert zurück in den Teich. Es gibt zwei Ausnahmen, mit denen klappt das nicht. Zum Einen die Millionen von Kaulquappen. In den ersten Wochen, nachdem die geschlüpft sind, passen sie noch durch die Maschen des Siebes. In der Zeit ist die Tümpelei eine anstrengende Angelegenheit, mit viel Sortierarbeit verbunden. Ferner rauschen die Libellenlarven ebenfalls durch Netz. Diese werden ebenfalls “zu Fuss” aussortiert. Libellenlarven dürfen nicht entnommen werden. Und daran halte ich mich auch. Ferner können diese im Aquarium einen ganz schönen Schaden anrichten. | ||
| Was sich dann im Eimer befindet, ist Futter allerbester Qualität. Frisch, nicht tagelang im Kühlschrank gelagert, einfach lecker. Zumindest macht es den Eindruck, wenn sich die Fische darauf stürzen. Und man sieht es den Fischen auf den ersten Blick an. Die sind wesentlich vitaler und farbenprächtiger. | ||
Abschließend wird das ganze Gerödel zusammengepackt und es geht nach Hause.![]() |
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Bezüglich der wenigen Worte habe ich gelogen. So kann es kommen… Tja…![]()
Kommentare
Comment von mg-a
Zeit: 20. September 2007, 19:11
Top!
Ein schöner Artikel. Gut gemacht. Nun warte ich auf die Videos :P
marc

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