ich verbringe definitiv zuviel Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Mai waren unter anderem am Start:

Christian Mørk – Darling Jim

Ein “Psychothriller” der etwas anderen Art. In einer kleinen irischen Stadt gerät das Leben von vier Frauen und einem Mann ziemlich gründlich aus den Fugen. Transporteur der Geschichte ist eine sechste Hauptperson, ein junger (Ex-)Postbote, der zufällig in den Besitz des Tagebuches einer dieser Frauen gerät. Sehr spannend, schwer in eine passende Schublade zu packen (aber muss dass denn auch sein?), durchaus vom irisch/kleinstädtischen Lokalkolorit geprägt und äußerst kurzweilig. Sicherlich nichts für Leser/Innen, die unter Thriller nur Deaver, Ambler, Highsmith und Co. verstehen, eher für Leute die auch Romanen wie Proulx “Schiffsmeldungen” etwas abgewinnen können.

Liza Marklund – Lebenslänglich, Der rote Wolf

Wer Marklund kennt und mag wird bestens bedient. Solide skandinavische Krimis. Das besondere ist die weibliche Hauptfigur, die Journalistin Annika Bengtzon, welche in schöner Regelmäßigkeit über knackige Kriminalfälle “stolpert” und aufgrund ihrer Angewohnheit nicht so leicht aufzugeben, mitten in diese hineingerät. Hübsch geschildert auch die Kämpfe mit den alltäglichen Schwierigkeiten einer Mutter zweier Kinder, dem Ehegatten auf Abwegen (der Idiot ;) ) und der journalistischen Kollegenschaft.
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