Am Donnerstag, den 09.08.2007, 00:30 Uhr - Übernahme der Fische von Rolo. Zwei Männchen, ein Weibchen ein ?, sehr fit. Gemeinsam eingesetzt
10.08.07 - Abends - Lebendfutter (Weiße Mückenlarven, Wasserflöhe, Artemia Nauplien) wird gut angenommen. Alpha-Männchen recht aggressiv, püstert den Rest durch das Becken. Ein Weibchen zeigt immer wieder viel Gelb
Werden wahrscheinlich noch getrennt.
12.08.07 - Trennung durchgezogen. Alpha und Weibchen sitzen im 60er mit Holz, drei Höhlen, keine Beifische, Javamoos, Sumatrafarn (großblättrig), kleine Heizung, JBL TekAir Filter, 15W Standard-Licht. Beta und ?-Weibchen sitzen in Christas Würfel (60cm³). Zusammen mit 5 L134 und vier Hemigrammus cf. troemneri.
19.08.07 - Das Paar im 60er fühlt sich anscheinend recht wohl. Das Männchen balzt das Weibchen immer wieder an. Sie will nicht recht, er bleibt aber friedlich. Dabei zeigt sie recht viel gelb. Was ist da los? Ein Problem scheint es mit dem Lebendfutter zu geben. Sie geht da nicht gut ran, mir scheint, ihr Brutpflegetrieb überwiegt und sie will die Wasserflöhe eher einhüten. Mit den Mückenlarven stellt sie sich ein wenig ungeschickt an, sie bekommt die nur sehr schwer zu fassen. Wenn sich das nicht ändert werde ich TK-Cyclops zufüttern. Ansonsten sehen beide gut aus. Gerade in diesem Moment steht sie quietschgelb inmitten derDaphnien/Mülas, tiefdunkle Augen… HA! Gesehn, erwischt. Madame frisst weiße Mückenlarven. Alles wird gut.
22.08.07 - Ich füttere hier doch bald mit TK-Futter. Sie bildet keinen wirklich deutlichen Laichansatz. Schwimmt quietschgelb durch die Gegend und macht bisher noch keine Anstalten. Das schaue ich mir bis genau Ende September an, dann wird irgendwas grundlegend geändert.
26.08.07 - Und sie eiert weiterhin unentschlossen zwischen den Mückenlarven, Wasserflöhen und Cyclops umher. Olle Tante! Christa sagte gestern, dass sie bei dem Weibchen eine deutliche Gewichtszunahme erkennen kann. Ich bin diesbezüglich stets mit einer gewissen Blindheit geschlagen. Das Männchen balzt sie an, wieder und wieder. Aber bisher geht sie auf gar nichts ein. Seit gestern schwimmen zwei Microrasbora kubotai mit im Becken, sie sollen die Apistogramma sp. “Papagei” mal ein wenig aktivieren. Diesbezüglich tut sich aber nichts.
Dafür konnt ich aber eben etwas Interessantes beobachten. Ein M. kubotai Männchen versuchte eine weiße Mückenlarve zu ergattern. Diese aber entzog sich einer ungefähr zehn (!) Sekunden lang anhaltenden Verfolgungsjagd durch geschicktes Ausweichen im ZickZack Kurs. Diese Viecher sind ebenfalls sehr spannend.
08.09.2007 - ….
Ich bring sie um!
Das darf doch bitte nicht wahr sein. Da produziert das Paar im Würfel ein Gelege und einer dieser VERDAMMTEN L134 vernascht dieses Gelege Abends mal eben. Das gibt Welssuppe, ach was sag ich, das Vieh kann der Hund fressen. So, und weil das Paar Apistogramma sp. “Papagei” im 60er nicht zur Tat schreitet, das Paar im Würfel nun schon zwei Gelege verloren hat, wird getauscht. Die ziehen um! Und vielleicht grille ich heute Welse. Mittlerweile habe ich schon öfter beobachten “können”, das Apistogramma-Weibchen, die ihr Gelege unverschuldet verlieren, eine Weile ziemlich “durch den Wind” sind. So auch in diesem Fall. Sie schwimmt unentschlossen und leicht grau durch das Becken, immer wieder zu der Stelle, wo sich das Gelege befunden hat. Aber das legt sich nach spätestens zwei Tagen. Christas Apistogramma baenschi waren da übrigens etwas anders gestrickt. Da haben sich selbst die kleinsten Weibchen, spätestens wenn sie mit Jungfischen im Becken unterwegs waren, mit den Welsen angelegt und zwar richtig. Das ging soweit, das ein L134 wegen einer Verletzung behandelt werden musste. Dank 0,1% Rivanol Lösung stellte das aber kein allzu großes Problem dar.
Korrektur
So ist das manchmal mit dem Gedächtnis… es tun sich mit fortschreitender Verkalkung gewaltige Lücken auf. Meine herzallerliebste Gattin hat mich darauf hingewiesen, das sie vier und nicht fünf L134 hat, das einer der L134 wegen einer bakteriellen Infektion behandelt wurden musste, das diese Behandlung nicht mit Rivanol stattgefunden hat und dass das Rivanol bei einem meiner Hemiloricaria sp. angewendet
werden musste, da dieser von einem anderen Harnischwels so dermaßen traktiert wurde, dass die Rückenflosse fast komplett fehlte und der Rücken großflächig abgeraspelt wurde. Und da steht sie nun neben mir und sag “Außerdem war es nicht das zweite Gelege, das die Papageien hatten sondern das erste!”. Ich hole mir jetzt bei Apothekennotdienst eine Flasche Klosterfrau ….
Die Fortsetzung der Apistogramma sp. “Papagei”-Story folgt, wenn ich wieder nüchtern bin …
21.09.07 - Nüchtern! Es tut sich was bei den Papageien. Das Weibchen im Würfel leuchtet im Dunkeln…
Meine Göttergattin [1] hat mich darauf hingewiesen, das man hier, bei dem Versuch die beiden Paare auseinander zu halten, gründlich durcheinander
kommen kann. Ich werde das mal überarbeiten. Vielleicht nenne ich die Paare einfach Georg/Renate und Dieter/Monika.
[1] Hihi, ich Gott, sie Gattin? ![]()