Liebe CSU, das war schwach (Ein Blick hinter die …)

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Liebe Medienverantwortliche von der CSU,

ich freue mich zu sehen, dass auch die Christlich Soziale Union im Multimedia-/Internetzeitalter angekommen ist. Aber den Umgang damit, den üben Sie vielleicht nochmal ein wenig nicht wahr? Stieß ich doch heute auf einen Link zu weiter unten folgenden Video. Und was sehe ich mir dort an? Nicht nur, dass dieses Filmchen – inhaltlich leer – die Grünen verhönt, nein Sie nutzen den Dienst von Youtube, einer Video-Community. Gleichzeitig aber schränken Sie die Gemeinschaft der Youtube-Nutzer dahingehend ein, dass die Kommentarfunktion deaktiviert wurde.

Das finde ich gelinde ausgedrückt beschämend. Aus mehreren Gründen:

  • Das Video hat keinen wirklichen Mehrwert, Argumente findet man vergebens
  • Es geht nach hinten los – 58 User mögen Ihren Beitrag, 595 mögen den nicht (Stand 12.01.2011, 16:38 Uhr)
  • Sie verhöhnen eine andere Partei, gestehen aber keine Widerspruchsmöglichkeiten zu
  • Wie war das nochmal, Christlich Soziale Union? Christlich? Mir erscheint die Produktion dieses Filmchens keinesfalls von christlichem Geiste angetrieben zu sein
  • Sie nutzen den Youtube-Tag “Kampagne”. Hm, das macht mir Sorgen. So sehen die Kampagnen der CSU aus?
  • Mit solch einer Aktion werden höchsten Schreihälse bedient, denkende Wesen … denken sich ihren Teil. Das wird für Ihre Partei nicht sonderlich schmeichelhaft ausfallen… dieses Denken der Gedanken

Achja, darum geht es:

Tipp: Gehen Sie auf Los, gehen Sie direkt dorthin und dann versuchen Sie es nocheinmal. Ganz von vorn. Überzeugen Sie uns doch abwechslunghalber mal durch Information, geistvolle, im besten Fall sogar augenzwinkernde Beiträge. Dann hört Ihnen vielleicht auch mal jemand zu, der nicht eh schon Sympathien für die Partei hegt. Ich würde es zumindest einmal versuchen.

Ich mein ja nur

Disclaimer

Ich bin beileibe kein Mitglied der Grünen oder einer anderen Partei. Früher schon – eine andere Partei – aber das ist Vergangenheit. Ich starte hier auch bestimmt keine Anti-CSU-Kampagne. Ich bin ein Bürger dieses Landes, den es interessiert, was hier geschieht. Und wenn ich dann sehe, dass eine Partei mündige Bürger/Internetnutzer verarscht, dann werde ich einfach ärgerlich. Das ist mein Recht.

Nachtrag

Im Netz häufen sich die Stimmen gegen dieses Negativkampagne (Liebhaber des Bullshit Bingo sagen auch “Negative Campaigning”) der CSU. Als Beispiel seien hier nur zwei der zahlreichen Quellen genannt:

Update Mehr

Links – Überarbeitet & ausgeputzt

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Die Links, insbesondere aus den Kategorien “Internetressourcen”, “Software” und “WordPress” habe ich gerade etwas zusammen gestrichen. Speziell jene Adressen, unter denen im vergangenen Jahr nur wenige originäre Artikel veröffentlicht wurden, sind raus. Diese haben meiner subjektiven Meinung nach, für den Nutzer keinen echten Mehrwert. Da wird aufgewärmt, Bekanntes umgestrickt, aber so recht kommt nichts Neues dabei rum. Höchstwahrscheinlich werden das “Smashing Magazin” und “1st Webdesigner” ebenfalls rausfliegen, ich überlege.

Neu sind dafür die Links “Nation of Swine“, hier erfährt das deutsche, eher Klischee-getriebene Bild der Schweiz auf informative Art eine gewisse Korrektur. :-) Und das, für mich in letzter Zeit immer interessanter werdende,  politische Blog, die “Huffington Post” (completely written in english) wurde bei den “Informationen” aufgenommen.

Unter Freunden …

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Finanzlobbyismus und Finanzpolitik:

mehr Informationen gibt es bei Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung (World Economy, Ecology & Development), kurz Weed. Ergänzend gibt s dazu auch noch etwas Schönes von Lesch in “Abenteuer Wissen”.

Gefunden beim Spiegelfechter.

Postdemokratie

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Laut Wikipedia:

Postdemokratie bezeichnet ein politisches System, in dem es nicht auf die Beteiligung der Bürger (als Input gesehen), sondern nur auf Ergebnisse ankommt, die dem Allgemeinwohl dienen und dem Kriterium der Verteilungsgerechtigkeit genügen (Outputorientierung). In Bezug auf kollektiv verbindliche Entscheidungen wird dabei demokratischen Verfahren nur instrumentelle Bedeutung zugemessen. Sie erscheinen nützlich, wenn und insofern Mehrheitsentscheidungen oder demokratisch kontrollierte hierarchische Entscheidungen geeignet sind, allgemeinwohlorientierte Politik hervorzubringen.

(…)

Hervorhebungen sind meiner Meinung nach nicht notwendig. Das “dem Allgemeinwohl dienen” und “der Verteilungsgerechtigkeit genügen”, dass wird hier in Deutschland auf das Sträflichste ignoriert. Dumm auch, dass bei uns alle Negativauswirkungen mit voller Wucht zuschlagen, als da beispielsweise wären:

  • Verfall politischer Kommunikation
  • exklusive Privilegien weniger
  • scheinbarer Verlust von Klassen
  • (…)

Wer kann denn, die Fähigkeit zum Nachdenken und Hinterfragen, sowie den Willen zum Erhalt einer Werte-, Sozial und Solidargemeinschaft vorausgesetzt, so etwas wollen und wünschen?

Literaturauswahl

Colin Crouch – Postdemokratie, 2009, Suhrkamp, ISBN 3-518-12540-0
Wolfgang Fach – Das Verschwinden der Politik , 2008, Suhrkamp, 3-518-12530-3
Christoph Möllers – Demokratie, Zumutungen und Versprechungen, 2008, Wagenbach, 3-803-12580-4
Dirk Jörke – Warum Postdemokratie? In: Forschungsjournal Neue soziale Bewegungen 19, Heft 4. 2006
Claudia Ritzi, Gary S. Schaal -  Politische Führung in der “Postdemokratie”, in: APuZ 2-3/2010, S. 9–15

Internet

Im Schatten der Macht – Thomas Assheuer auf zeit-online
Die Wahl der Wahl – Georg Seeßlen bei derFreitag
Die Gefahr für unsere Demokratie geht nicht von den Armen, sondern von der Armut aus – Wolfgang Lieb, nachdenkseiten

Ein Wort zu den Kandidaten – Gefunden in der FAZ

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Nils Minkmar schreibt heute in der FAZ zu den Kandidaten Wulff und Gauck unter anderem Folgendes:

Wulff, das sei empfindlichen Gemütern als Warnung mitgegeben, verträgt man besser, wenn man Gauck ignoriert. Wagt man aber den Schritt, zu Gaucks Erinnerungen zu greifen oder sich eine seiner vielen, auf Youtube verfügbaren Reden anzusehen, kommt der Schock: So geht das also auch?

Und dann geht es einem, wenn man Wulff betrachtet, nicht gut.

Im ersten Moment will sich ein Grinsen breitmachen. Und im nächsten Moment ist dieses fort… so wahr es ist, so bitter ist es auch.

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