Zum ausprobieren, lernen, entwickeln eigener Themes oder Plugins usw. ist es durchaus sinnvoll, WordPress erst einmal nur lokal, auf dem eigenen Computer, zu installieren. Vielleicht steht auch noch gar kein eigener Webspace zur Verfügung, ein Anbieter/Provider wurde noch nicht gefunden, egal. Es ist leicht möglich, mit wenig Aufwand und freier Software eine WordPress-Installation lokal zum Laufen zu bringen.

Was wird benötigt

  • Eine aktuelle Version von WordPress, diese findet man zum Beispiel bei wordpress.org im Downloadbereich
  • Dann wird eine Umgebung benötigt, welche auf dem eigenen Rechner alles zu Verfügung stellt, was WordPress zum Laufen bringt (Apache-Server, Datenbanken usw. usf.). Hier nutzen wir XAMPP, erhältlich bei den Apache friends
  • Einen vernünftigen Editor (nein, ich halte die von Windows mitgelieferten Editoren nicht für sonderlich “vernünftig”), meine Empfehlung: Notepad++. Einfach den aktuellen Installer herunterladen, installieren, fertig.

Schritt 1 – XAMPP installieren

XAMPP Icon

Bild 2

Das ist einfach: Die heruntergeladene .exe Datei starten und den Anweisungen folgen. Empfehlung: Als Installationsverzeichnis direkt C:\ nutzen. Im Laufe der Installation, die übrigens doch ein wenig Zeit in Anspruch nimmt, öffnet sich unter anderem ein Batch-Fenster (Oldtimer werden jetzt nostalgisch und erinnern sich an alte Zeiten), welches unter anderem fragt, ob einige der Anwendungen (Apache, MySQL) als “Dienst”, also “Service” installiert werden sollen. Nein, sollen sie nicht. Irgendwann ist die Installation abgeschlossen und es befindet sich ein neues Icon auf dem Desktop (Bild 2).

Schritt 2 – XAMPP (Apache und MySQL) starten

XAMPP Control Panel - Alles "off"

Bild 3

XAMPP Control Panel, Apache und MySQL laufen

Bild 4

WordPress benötigt eine Datenbank und der eben installierte Server stellt uns MySQL zur Verfügung. Also los, das wird jetzt “mal eben” erledigt: XAMPP Control Panel über das eben vorgestellte Icon starten. Es öffnet sich das… hm, ja, das Control Panel (Bild 3).

  1. Apache durch Klick auf [Start] starten, warten bis die Meldung “Running” erscheint
  2. MySQL durch Klick auf [Start] starten, warten bis die Meldung “Running” erscheint
  3. Wenn alles so aussieht wie in Bild 4: das Apache Admin-Panel starten (Apache, nicht irgendetwas anderes!)

Schritt 3 – Datenbank anlegen

Menü im XAMPP Admin Panel

Bild 5

phpMyAdmin - Datenbank anlegen

Bild 6

Nach dem Start des Admin Panels öffnete sich eben im Browser ein neues Fenster/ein neuer Tab. Interessant ist im Moment vor allem der Zugang zu phpMyAdmin, eine Software, welche einen einfachen Zugang zur Arbeit an und mit MySQL-Datenbanken bietet. phpMyAdmin wird über das Menü, durch Klick auf den entsprechenden Menüpunkt gestartet (Bild 5, unter “Tools”). Es öffnet sich phpMyAdmin (Bild 6). Im Moment interessieren nur die beiden Felder unter “Neue Datenbank anlegen”:

  1. Datenbanknamen vergeben. Keine Sonderzeichen, keine Leerzeichen, z.B. wordpress_test15
  2. In Dropdown-Feld “Kollation” wird utf8_bin gewählt
  3. [Anlegen] klicken

Das war es erstmal. Die Datenbank ist angelegt, es muss nichts weiter geändert oder eingetragen werden. Für die Installation von WordPress werden später drei Angaben benötigt. Der Name des Benutzers, das Passwort für die Datenbank und die Angabe des Hostes. Für die Arbeit an einer lokalen WordPress-Installation sind die Default-Angaben aber ok:

  • Benutzer: root
  • Passwort:          (richtig, kein Passwort)
  • Host: localhost

Schritt 4 – WordPress installieren

Das Ende der Installation nähert sich in großen Schritten, viel bleibt nicht zu tun. Das heruntergeladene WordPress zip-Archiv wird auf dem lokalen Server entpackt.  Das Zielverzeichnis ist C:\xampp\htdocs. Mit dem Editor der Wahl wird die Datei wp-config-sample.php geöffnet. Ab Zeile 16 wird es interessant, hier werden die Daten der MySQL-Datenbank eingetragen.

// ** MySQL Einstellungen - diese Angaben bekommst du von deinem Webhoster** //
/**  Ersetze database_name_here mit dem Namen der Datenbank, die du verwenden möchtest. */
define('DB_NAME', 'wordpress_test15');

/** Ersetze username_here mit deinem MySQL-Datenbank-Benutzernamen */
define('DB_USER', 'root');

/** Ersetze password_here mit deinem MySQL-Passwort */
define('DB_PASSWORD', '');

/** Ersetze localhost mit der MySQL-Serveradresse */
define('DB_HOST', 'localhost');

/** Der Datenbankzeichensatz der beim Erstellen der Datenbanktabellen verwendet werden soll */
define('DB_CHARSET', 'utf8');

/** Der collate type sollte nicht geändert werden */
define('DB_COLLATE', '');

Die Eingabe der Sicherheitsschlüssel – ab Zeile 36 – kann hier theoretisch vernachlässigt werden. Eigentlich soll man sich so etwas aber gar nicht erst angewöhnen. Die Datei wird nun als wp-config.php gespeichert.

Endspurt! Nun wird im Browser die Installationsdatei von WordPress aufgerufen: http://localhost/wordpress/wp-admin/install.php – Username und Passwort eingeben, fertig. Zukünftig kann das lokal installierte WordPress über http://localhost/wordpress/ aufgerufen werden.

Fragen? Unklarheiten? Bitte die Kommentarfunktion benutzen. :)

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