Laut Wikipedia:

Postdemokratie bezeichnet ein politisches System, in dem es nicht auf die Beteiligung der Bürger (als Input gesehen), sondern nur auf Ergebnisse ankommt, die dem Allgemeinwohl dienen und dem Kriterium der Verteilungsgerechtigkeit genügen (Outputorientierung). In Bezug auf kollektiv verbindliche Entscheidungen wird dabei demokratischen Verfahren nur instrumentelle Bedeutung zugemessen. Sie erscheinen nützlich, wenn und insofern Mehrheitsentscheidungen oder demokratisch kontrollierte hierarchische Entscheidungen geeignet sind, allgemeinwohlorientierte Politik hervorzubringen.

(…)

Hervorhebungen sind meiner Meinung nach nicht notwendig. Das “dem Allgemeinwohl dienen” und “der Verteilungsgerechtigkeit genügen”, dass wird hier in Deutschland auf das Sträflichste ignoriert. Dumm auch, dass bei uns alle Negativauswirkungen mit voller Wucht zuschlagen, als da beispielsweise wären:

  • Verfall politischer Kommunikation
  • exklusive Privilegien weniger
  • scheinbarer Verlust von Klassen
  • (…)

Wer kann denn, die Fähigkeit zum Nachdenken und Hinterfragen, sowie den Willen zum Erhalt einer Werte-, Sozial und Solidargemeinschaft vorausgesetzt, so etwas wollen und wünschen?

Literaturauswahl

Colin Crouch – Postdemokratie, 2009, Suhrkamp, ISBN 3-518-12540-0
Wolfgang Fach – Das Verschwinden der Politik , 2008, Suhrkamp, 3-518-12530-3
Christoph Möllers – Demokratie, Zumutungen und Versprechungen, 2008, Wagenbach, 3-803-12580-4
Dirk Jörke – Warum Postdemokratie? In: Forschungsjournal Neue soziale Bewegungen 19, Heft 4. 2006
Claudia Ritzi, Gary S. Schaal -  Politische Führung in der “Postdemokratie”, in: APuZ 2-3/2010, S. 9–15

Internet

Im Schatten der Macht – Thomas Assheuer auf zeit-online
Die Wahl der Wahl – Georg Seeßlen bei derFreitag
Die Gefahr für unsere Demokratie geht nicht von den Armen, sondern von der Armut aus – Wolfgang Lieb, nachdenkseiten