Einstieg in die redaktionelle Arbeit mit WordPress – Teil 6

Redaktionelles Arbeiten mit WordPressDer dritte Teil einer kleinen Einführung für WordPress-Anwender. Geplant sind die Themen:

  1. Überblick (Fertig)
  2. Erstellen eines Artikels (Fertig)
  3. Metaangaben (Über die Menüs “Publizieren”, “Schlagwörter/Tags”, “Kategorien”) – (Fertig)
  4. Arbeiten mit Tabellen (WP-Tables Reloaded Plugin) – Später
  5. Arbeiten mit Galerien (NextGenGallery) – Später
  6. Einfachste Bildbearbeitung mit IrfanView – (Fertig, Du liest ihn gerade)

Aus gegebenem Anlass ziehe ich das Thema “Bildbearbeitung” vor, der Rest kommt später. Bevor Du loslegst eine Bitte: Einmal komplett durchlesen und dann erst Gas geben… danke. ;)

Screenshot IrfanView

Screenshot IrfanView

Du hast eine schöne Digitalkamera, aber mit Bildbearbeitung nicht so viel am Hut. Programme wie Gimp, Photoshop und Consorten erschlagen Dich mit Ihren Möglichkeiten, ohne ein Studium scheint erstmal nicht zu gehen, mal abgesehen davon das Photoshop richtig viel Geld kostet (Hüte Dich vor Raubkopien, erstens ist es illegal – definitiv KEIN Kavaliersdelikt und zweitens melden sich viele Programme auf dem Herstellerserver an, ohne dass Du davon irgendetwas merkst. Das gibt viel Spaß mit der Staatsanwaltschaft!)

Es gibt mehrere Lösungen zum Nulltarif z.B. IrfanView und Gimp, wir kümmern uns jetzt um die (in meinen Augen einfachste) Bildbearbeitung mit Hilfe des Programmes IrfanView. Ursprünglich als reines Bildbetrachtungsprogramm entwickelt, ist IrfanView mittlerweile ein sehr nettes, schlankes Werkzeug um kleinere Arbeiten rasch zu erledigen. Derzeit (Mai 2010) ist die Version 4.2.7 aktuell. Downloadquellen folgen jetzt.

Installation

Was brauchst Du um loslegen zu können? Zuerst sind zwei(!) Installationspakete herunter zu laden:

  • IrfanView in der aktuellste Version >>>Klick<<<
  • die Plugins zu IrfanView (stellt zusätzliche Funktionen bereit, gibt es zum Beispiel hier => Klick)

Sobald beide Zip-Archive auf dem Rechner liegen wird erst IrfanView selbst und danach das Plugin-Paket installiert. Das ist sehr schnell erledigt. Während der Installation von IrfanView fragt das Programm, welche Dateiarten mit IrfanView verknüpft werden sollen. Das must Du letztendlich selber wissen, ich habe IrfanView mit allen Medientypen verknüpft weil ich es wirklich ständig benutze. Und dann kann es auch schon losgehen.

Erster Programmstart – Voreinstellungen

Mit Klick auf das Icon (was soll das eigentlich darstellen? Ein platt gefahrener Zonk?) startet das Program… doch oh weh, alles in englischer Sprache. Kein Problem, Du musst Dir das Leben nicht unnötig schwer machen. Du öffnest das Menü [OPTIONS] und klickst dort auf CHANGE LANGUAGE…” es öffnet sich folgendes Fenster:

Optionsfenster zur Spracheinstellung bei IrfanViewHier klickst Du “Deutsch” bzw. “DEUTSCH DLL” an, bestätigst durch einen beherzten Klick auf [OK] und das Programm spricht Deutsch. Nachdem das erledigt ist, geht es jetzt mit den grundlegenden Funktionen weiter. Um eine etwas komfortablere Anzeige zu erhalten, empfehle ich die Einstellung, dass große Bilder an das IrvanView-Fenster angepasst werden sollen. Dazu gehst Du in des Menü [ANSICHT], dann auf [ANZEIGEOPTIONEN] und klickst auf “Nur große Bilder an Bildschirm anpassen“. Hier kann man auch ruhig herumprobieren. Nachdem all das erledigt ist kümmern wir uns um die Bilder an sich.

Das Problem

Du hast auf Deinem Rechner einige Bilder von dem tollsten Pferd der Welt, nämlich Deinem und willst diese der Online-Welt präsentieren. Deine Kamera ist der Hammer, die löst locker 8 Millionen Pixel auf, entsprechend sind die Bilder riesig. Allerdings sind auch heute noch viele Menschen mit augenschonenden Monitorauflösungen unterwegs und müssten sich einen Wolf  scrollen um Dein Pferd im Ganzen zu erfassen. Andererseits gibt es auch viele Menschen, die nicht mit 16.000er DSL am Netz hängen und bei diesen dauert es ganz schön lange, bis so ein riesen Bild im Browser geöffnet wird. Du willst diesen Besuchern etwas Gutes tun? Fein, dann werden wir uns jetzt mal anschauen wie die Bilder schnell sowohl im Format als auch im Speicherbedarf verkleinert werden können. Dazu suche ich jetzt mal eine freie Beispieldatei… moment…

Ändern der Bildgröße

Aha: Da ist ja ein Bild (wikipedia sei Dank), fotografiert von der flickr Userin Nikki Tate unter der Creative Commons-Lizenz

“Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert)”

lizensiert…. Vorsicht, jetzt wird es GROSS:

Bild vom Hannoveraner, unbearbeitet

Bild vom Hannoveraner, unbearbeitet (472kb gross, 964 x 729 Pixel, © Nikki Tate)

Dieses Bild hat eine Auflösung von 964 x 729 Pixel. Zum direkten Einbinden in eine Seite ist es eigentlich zu groß, Du schrumpfst das jetzt auf eine Breite von 640 Pixel. Und das geht so:

  1. Öffnen des Bildes in IrfanView – In Deinem Bilderordner Rechtsklick auf die Datei, “ÖFFNEN MIT” wählen oder IrfanView starten und über [DATEI] => [ÖFFNEN] das gewünschte Bild öffnen
  2. IrfanView Fenster zum Ändern der Bildgröße

    Die Größe des Bildes ändern – Menü [BILD] => “GRÖSSE ÄNDERN“, schwupps öffnet sich ein Fenster (siehe rechts)

  3. Ist unter “Einheit” Pixel ausgewählt? Wenn ja ist es gut, wenn nein mach das bitte jetzt.
  4. Hier gibst Du in dem Feld “BREITE” 640 ein, den Rest nicht anfassen
  5. Kontrolliere bitte, ob “PROPORTIONAL” mit einem Häkchen aktiviert ist
  6. Kontrolliere auch die Angabe unter “DPI“. Hier hinein gehört ein Wert von 72. Warum? Erkläre ich ein anderes Mal
  7. Abschließend ein Klick auf [OK], fertig
  8. Bild in der neuen Größe speichern – Menü [DATEI], dann “SPEICHERN UNTER…” und dann wählst Du bitte einen anderen Ordner, nicht dass Du Dir Deine Originale überschreibst! Als Dateityp wählt Du JPG – JPG/JPEG FORMAT.

Hinweis: Bei der Benennung der Dateien bitte möglichst kurz bleiben, Sonderzeichen und Umlaute dringend vermeiden, möglichst auf Leerzeichen verzichten, stattdessen mit Unterstrichen (_) arbeiten, z.B. schoenstes_pferd_von_die_ganze_welt_mindestens.jpg … ok, ich arbeite noch an der Länge der Dateinamen…

ACHTUNG

Komprimiert auf 10kb, extrem verpixelt und verrauscht © des Originals: Nikki Tate

Nur noch 10kb aber extrem verpixelt und verrauscht

Unten in dem Fenster findest Du ein Kästchen “OPTIONEN ANZEIGEN“, aktiviere das bitte, es öffnet sich ein kleines Zusatzfenster. Hier kannst Du mit dem Schieber die Kompressionsrate verändern. Je niedriger der eingestellte Wert, desto höher die Kompression und desto kleiner die bearbeitete Datei. Aber es gibt Grenzen! Zu stark komprimierte Bilder zeigen Pixelfehler und andere unschöne Effekte. Probiere ruhig ein wenig herum, es gilt die Datei schlank zu halten (das verringert die Ladezeiten) ohne zu brutale Qualitätseinbußen in Kauf zu nehmen. Ich persönlich fahre ganz gut damit, Bilder auf ungefähr 65% einzudampfen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Rechts oben ein Beispiel, bei dem ich die Kompression deutlich übertrieben habe.

Fertig bearbeitetes Bild in 640 x 483 Pixel und knapp 40kb, © des Originals: Nikki Tate

Das bearbeitete Bild, jetzt in 640 x 483 Pixel und knapp 40kb

Hier links sieht es deutlich besser aus. Mit der Einstellung “65%” komprimiert verschwinden die groben Fehler. Nun kann das Bild in Deinen Text eingebunden werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, das Bild für sich allein stehen zu lassen oder aber zu einer bestehenden Gallerie hinzu zu fügen. Die Dateigröße beträgt nur noch ca. 10% der Originaldatei.

Feines Programm nicht wahr? Es würde zu lange dauern, alle Möglichkeiten von IrfanView vorzustellen. Man kann Diashows zusammenstellen, größere Bildermengen gleich stapelweise verarbeiten, in verschiedenste Formate umwandeln, usw. usf. Sehr schön ist die Leuchtkastenfunktion: Du hast eins von vielen Bildern aus einem Ordner geöffnet. Drücke nun auf [T] und Du bekommst eine Vorschauansicht aller in diesem Ordner befindlicher Bilder. Die Größe der Vorschaubilder und vieles mahr kannst Du in den Optionen einstellen.

Oder mal ganz schnell einen Bildausschnitt fertigen:

  1. Rahmen um den gewünschten Bereich ziehen, eventuell noch kurz anpassen
  2. [Strg + X] – markierten Ausschnitt ausschneiden und in die Zwischenablage packen
  3. [Strg + V] – Ausschnitt aus der Zwischenablage in IrfanView darstellen
  4. [S] – Bild speichern unter… und Du musst nur noch den Dateinamen vergeben, unter welchem der Ausschnitt gespeichert werden soll. :)

Fragen? Es fehlen Dir Infos? Dann nutze bitte die Kommentarfunktion, ich antworte schnellstmöglich. Und um Gimp kümmern wir uns ein anderes Mal…

2 thoughts on “Einstieg in die redaktionelle Arbeit mit WordPress – Teil 6

  1. Marc Post author

    Hi Kersti,

    vielen Dank für die Anmerkung. So sollte es dann besser sein nicht wahr? Andernfalls bitte ich um Bescheid.

    Grüße
    Marc

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