Einstieg in die redaktionelle Arbeit mit WordPress – Teil 2
Apr 20
WordPress Anwender, Artikel schreiben, Autor, Backend, Einführung, Redakteur, WordPress No Comments
Der zweite Teil einer kleinen Einführung für WordPress-Anwender. Geplant sind die Themen:
- Überblick (Fertig)
- Erstellen eines Artikels (Fertig, Du liest ihn gerade)
- Metaangaben (Über die Menüs “Publizieren”, “Schlagwörter”, “Kategorien”) – (Fertig)
- Arbeiten mit Tabellen (WP-Tables Reloaded Plugin) – Später
- Arbeiten mit Galerien (NextGenGallery) – Später
- Einfachste Bildbearbeitung mit IrfanView – (Fertig)
Erstellen eines Artikels
Geht es nun endlich los?
Ja, jetzt geht es ins Eingemachte. Ein Artikel wird erstellt… gleich. Vorher werfen wir noch einen Blick auf den Editor. Diesen erreichen wir durch einen beherzten Klick im linken Menü. Nach dem Klick auf [Artikel] öffnet sich das dazugehörende Untermenü. In diesem finden wir den Menüpunkt [Erstellen] (2.). Noch ein Klick und der Editor öffnet sich.
Puh, viele Knöpfe und was bedeutet das ganze Zeugs rechts und unterhalb des Editorfensters?
Das “Zeugs” schauen wir uns jetzt mal an. Allerdings nicht alles. Im Moment geht es nur um die Funktionen des Editors selbst, sowie einige wenige Extras. Der Rest kommt später. Übrigens: Das Aussehen, vor allem die Anzahl der Knöpfe im Editor kann variieren. Das hängt unter anderem von den installierten Plugins (Funktionserweiterungen für WordPress) ab. Aber mach Dir keine Sorgen, das ist alles nicht sehr kompliziert. Also:
Das Fenster “Artikel bearbeiten”
Nur das Du es einmal gehört hast, das Teil heißt TinyMCE. Diese Information ist aber nebensächlich und Du kannst sie (vorerst) gleich wieder vergessen.
Du siehst sechs markierte Bereiche. (A.) bis (E.) behandeln wir im Folgenden. Um den Bereich (F.) kümmern wir uns später.
A. Die Titelzeile – Hier wird der Titel des Artikels eingetragen. Dieser erscheint nach der Veröffentlichung als Überschrift des Artikels.
B. Der Editor – Hier werden die Texte eingegeben und formatiert. Außerdem stehen einige Funktionen zur Verfügung, welche Du so nicht aus Deinem Textverarbeitungsprogramm kennst (und hier auch nicht alle kennen lernen wirst).
C. Publizieren – In diesem Feld werden verschiedene Dinge die Veröffentlichung Deines Artikels betreffend eingestellt. Ganz einfache Geschichte, damit halten wir uns nicht lange auf..
D. Schlagwörter – Hier werden einige wenige Begriffe eingefügt, welche den Inhalt Deines Artikels charakterisieren. Auch sehr einfach, später mehr dazu.
E. Kategorien – Hierwird Deinem Artikel eine Kategorie zugewiesen, unter deren Deckel er inhaltlich passt.
F. Hochladen/Einfügen – Alles was bunt macht. Hier fügst Du Bilder ein, verlinkst Dateien usw. usf. Das kommt noch lange nicht dran.
Schweinerei, das ist doch das Beste…
Naja, aber mit den ersten fünf Teilen wirst Du vorerst etwas beschäftigt sein. Wenn wir damit fertig sind geht es auch um Medien. Bis dahin musst Du Dich noch ein wenig gedulden. Bedenke: Wenn Du Bilder einfügen möchtest, dann solltest Du ein paar grundlegende Handgriffe einfachster Bildverarbeitung beherrschen.
Editor
Ein Tipp am Rande: Erst den Inhalt als Fließtext erfassen, dann formatieren und mit Bildern etc. versehen. Ein Fehler den die Mehrzahl der Anwender auch bei Textverarbeitungsprogrammen machen. Vom ersten Tastendruck an wird formatiert das es nur so kracht. Das ist aus mehreren Gründen unsinnig. Das wichtigste und bewusst kaum wahrgenommene Problem – Der Schreib-/Gedankenfluss wird ständig unterbrochen. Und das liest man aus dem Text heraus. Die Qualität des Textes leidet. Genauso ist es mit Tippfehlern. Nicht verharren, nachsehen, korrigieren. Das macht man hinterher wesentlich komfortabler.
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Der neue Text kann eingegeben oder auf kopiert werden. Die Eingabe bedarf keiner Erläuterung, wohl aber das Kopieren. Es werden nämlich alle Formatierungen des Ursprungsprogrammes, z.B. Word mit kopiert. Das führt zu einem sehr aufgeblähten Quelltext, unter Umständen werden sogar die eigenen Formatierungen überschrieben. Um Texte unfallfrei zu kopieren gibt es den Button [Als unformatierten Text einfügen].
Ein Klick öffnet das „Einfügefenster“:

Mit [STRG] + [V] wird der Text in das Fenster eingefügt und mit Klick auf den Button [Einfügen] in den Artikel übernommen. Danach kann der Text dann nach Wunsch formatiert werden.
Links (Hyperlinks) im Text
Nun wäre das Netz nicht das Netz, wenn es keine Hyperlinks gäbe. Du willst einen Begriff aus unserem Text mit dem entsprechenden Eintrag in der Wikipedia verlinken.
Will ich?
Ja! Dazu markierst Du den Begriff mit der Maus oder per Doppelklick auf den Begriff. Plötzlich sind zwei Buttons erreichbar, die vorher nur grau und nicht funktionsfähig waren. Hast Du gesehen welche ich meine?
Na klar!
Hm, soso… Es handelt sich um die beiden Buttons [Link einfügen/ändern] und [Link entfernen]. Du willst einen Link einfügen, also klickst Du auf den linken Button, es öffnet sich das Fenster „Link einfügen/ändern“:

Unter „URL“ gibst Du die vollständige Internetadresse ein. Mit „Target“ kannst Du vorgeben, ob der verlinkte Inhalt in einem neuen, oder in dem aktuellen Browserfenster angezeigt wird. Ein Klick auf [Einfügen] … *ZACK*, der Begriff trägt jetzt einen Hyperlink mit sich herum. Zwischendurch das Speichern nicht vergessen!
Zu Hyperlinks könnte man noch viel erzählen, wichtig ist vielleicht Folgendes:
Es war und ist recht beliebt, diese Links in einem neuen Browserfenster oder Tab öffnen zu lassen. Allerdings spricht sich die Mehrheit der Usability-Spezialisten (Leute die sich um die Zugänglichkeit, Benutzbarkeit von Internetseiten und Programmen kümmern) mittlerweile dagegen aus. Der Besucher soll selbst entscheiden wo dieser Link geöffnet wird. Dem kann man folgen, muss man aber nicht.
Und was ist das hier?
Ah, ganz feines Ding. Das ist der „More“- oder genauer [More-Tag einfügen] Button.
Der “More” oder “Weiterlesen”-Button
Es ist ja so: Dein Text wächst und gedeiht, die Worte, Sätze, Absätze fließen nur so… und Dein Text wird länger und länger. Das ist aber ziemlich unschön, zumindest auf der Startseite macht es sich nicht so gut. Also setzt Du nach zwei oder drei Absätzen den Cursor in den Text und klickst beherzt auf diesen Button. In der Folge wird eine Art horizontale Linie mit Beschriftung eingefügt. Keine Sorge! Das soll so sein. Wenn Du den Artikel veröffentlichst, wird Dein Text bis zu dieser Position dargestellt und dann folgt direkt hintendran ein Link (Weiterlesen…), (Mehr…), (Den vollständigen Artikel lesen…) oder wie auch immer das bei Dir exakt getauft wurde. Erst nach Klick auf diesen Link wird Dein Artikel vollständig dargestellt. Das hält die Startseite ein wenig aufgeräumt/abwechslungsreich.
Bilder einfügen
Davon ausgehend, dass die Bilder zur Veröffentlichung vorbereitet wurden und auf Deinem Rechner bereitliegen…
Ähemm, was heißt “vorbereitet”? Ich hab hier massig Bilder die Online gestellt werden sollen! Was muss da noch vorbereitet werden?
OK, das behandeln wir später. Mit dem Erstellen von Artikeln hat das ja direkt nichts zu tun. Etwas Geduld bitte. Angenommen Deine Bilder sind zur Veröffentlichung bereit. Wir machen das jetzt Schritt für Schritt:
1. Klick auf den Button [Bild einfügen] -> Es öffnet sich folgendes Fenster:
2. Klick auf [Hochladen] und ein Auswahlfenster öffnet sich, in welchem Du ein Bild von Deiner Festplatte hochladen kannst:
3. Du hast ein Bild ausgewählt und diese Wahl mit [Öffnen] bestätigt. Das Fenster “Bild einfügen” ändert sich. Hier solltest Du nun einige Angaben machen.
Das Feld “Titel” wird ausgefüllt, der Titel des Bildes wird hier eingetragen. Danach ist das Feld “Alternativer Text” an der Reihe.
Fein, da kopiere ich den Text aus Titel und füge den dort ein…
Stopp! Nein, das tust Du nicht. DasFeld “Alternativer Text” hat eine ganz besondere Aufgabe. Hier wird das Bild beschrieben. Was würde ein Besucher sehen, wenn er das Bild betrachten würde? Dieses Feld macht Deine Seite etwas barrierearmer, bedenke das im Netz Millionen Menschen unterwegs sind, die nicht besonders gut oder gar nicht sehen können. Diese Menschen können dann erfahren, was dort abgebildet ist. Oder die vielen Nutzer, die die Anzeige von Grafiken per Browser-Einstellung unterdrücken.
Warum sollte man denn sowas machen, die spinnen doch!
Wenn Du die Anzeige von Bildern unterdrückst, surfst Du wesentlich schneller durch das Netz. Hast Du viel zu recherchieren, dann lässt sich so schon sehr viel Zeit sparen. Weiter geht es mit dem Feld “URL” (wir nehmen hier nicht alles durch, probiere einfach mal aus, was die einzelnen Optionen bewirken). In der Regel steht hier schon die Adresse des Originalbildes. Diese kannst Du ersetzen, zum Beispiel wenn Du möchtest, dass ein Klick auf das Bild eine neue Seite öffnet. Das wird bei Link-Seiten gern gemacht. Du kannst durch Klick auf den Button [Keine] auch jedwede Verlinkung ausschalten.
Unter “Ausrichtung” legst Du fest, wie das Bild im Text ausgerichtet werden soll. Und unter “Größe” kannst Du einstellen, in welcher Größe das Bild dargestellt wird. Ist alles zu Deiner Zufriedenheit eingestellt und ausgefüllt, dann klickst Du auf [In Artikel einfügen]. Fertig, das Bild befindet sich im Text. Eigentlich einfach nicht wahr?
Ähhh, ja. Aber ich mag das jetzt doch nicht so gern leiden. Löschen und alles von Vorn?
Nein, das geht wesentlich einfacher. Klicke mal im Editor auf das Bild selbst…
*Klick*
Du siehst in der oberen linken Ecke zwei Symbole auf dem Bild erscheinen. Das rechte Symbol ist schnell erklärt. Ein Klick, das System fragt nach ob Du Dir sicher bist und mit dem Löschen des Bildes fortfahren willst, ein zweiter Klick und das Bild ist aus dem Text entfernt. Beachte: In der Mediathek ist das Bild immer noch vorhanden (und manchmal ist das auch ganz gut so).
Ein Klick auf den linken Button öffnet ein neues Fenster um bestimmte Einstellungen an dem Bild vornehmen zu können. Einiges hast Du schon in dem Fenster “Bild einfügen” gesehen. Unter dem Reiter “Bild bearbeiten” findest Du…
Hä? Wie jetzt? Was ist ein Reiter?
Ist Dir “Tab” geläufiger? Schau Dir den oberen Bereich des Bildes an, Dort siehst Du “Bild bearbeiten” und “Erweiterte Einstellungen”. Die schauen wir uns jetzt an an.
“Größe” probierst Du selbst aus , nur soviel: Das geht echt auf die Qualität des Bildes. Keine ganz so dolle Option. Aber Du kannst nachträglich die Ausrichtung des Bildes anpassen, Bildtitel und Bildbeschreibung ändern, und Dir überlegen, ob Du das Bild über das Feld “URL” mit irgendwas verlinken möchtest, oder eben nicht. In den erweiterten Einstellungen gibt es weitere Möglichkeiten, ich möchte Dein Augenmerk auf drei Felder lenken:
Und zwar auf “Bildeigenschaften”-> “Rand”, “Vertikaler Abstand” und “Horizontaler Abstand”. Bei “Rand” wird die Breite des Bildrahmens in Pixel angegeben. Es ist natürlich Geschmackssache, ich würde empfehlen jedweden Rand wegzulassen und hier explizit eine “0″ einzutragen. Die beiden Abstandsfelder sind allerdings wichtig! Vereinfacht ausgedrückt wird hier eingestellt, wieviele Pixel der Abstand vom Text zum Bild betragen soll. Probiere es aus. Ich persönlich bervorzuge 5 Pixel.
Mit einem Klick auf [Aktualisieren] werden Deine Änderungen vom Bild übernommen. ACHTUNG: Du musst trotzdem noch im rechten Menü auf den Button “Aktualisieren” klicken, damit das auch im Artikel gespeichert wird!
Soweit, so gut, die erste Version dieses Textes wird nun online gestellt und ich mache mich demnächst an den dritten Teil (Weitere Einstellungen). Dort werden die Menüs “Publizieren”, “Schlagwörter” und “Kategorien” behandelt



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