Einstieg in die redaktionelle Arbeit mit WordPress – Teil 3

Redaktionelles Arbeiten mit WordPressDer dritte Teil einer kleinen Einführung für WordPress-Anwender. Geplant sind die Themen:

  1. Überblick (Fertig)
  2. Erstellen eines Artikels (Fertig)
  3. Metaangaben (Über die Menüs “Publizieren”, “Schlagwörter/Tags”, “Kategorien”) – (Fertig, Du liest ihn gerade)
  4. Arbeiten mit Tabellen (WP-Tables Reloaded Plugin) – Später
  5. Arbeiten mit Galerien (NextGenGallery) – Später
  6. Einfachste Bildbearbeitung mit IrfanView – (Fertig)

Nachdem der Artikel geschrieben wurde muss der ja auch irgendwie ins Netz gestellt werden. Das geschieht mittels des Menüs “Publizieren”. Du findest es unter Artikeln erstellen oder auch Artikel bearbeiten rechts oben.

Publizieren

Screenshot Menü "Publizieren"Hier finden sich verschiedene Einstellmöglichkeiten und die werden wir von oben nach unten durchgehen. Nur eines im Voraus: Der blaue Button [Publizieren] sorgt dafür, dass Dein Text veröffentlicht wird.

Was, wenn ich diesen versehentlich anklicke, obwohl der Artikel noch nicht fertig ist?

Kein Problem, Du wirst es gleich sehen. Ein Klick auf [Speichern] speichert Deinen Artikel. Dabei bleibt der Status “Entwurf” erhalten, der Text ist also noch nicht veröffentlicht. Du kannst jetzt aber den Entwurf verlassen und etwas ganz Anderes machen. Wenn Du an dem Artikel weiterarbeiten möchtest ist der Text in der zuletzt gespeicherten Version vorhanden.

Um zu sehen was Du bisher fabriziert hast, klickst Du auf [Vorschau]. Es öffnet sich ein neuer Tab (z.B. Firefox) oder ein neues Browserfenster (z.B. Internet Explorer) und Du siehst den Artikel so, wie er erscheinen würdest wenn Du jetzt auf [Publizieren] klicken würdest.

Screenshot: Feld Status im Menü "Publizieren"Im Feld “Status” siehst Du den Veröffentlichungsstatus Deines Artikels. Im Bild ist dieser momentan “Entwurf“. Nachdem Du auf [Publizieren] geklickt hast, ändert sich der Status in “Veröffentlicht“. Angenommen, die Jugendgruppe Deines Vereines möchte selbst Artikel verfassen, Du willst diese aber vor der Veröffentlichung noch kontrollieren und gegebenenfalls nachbessern lassen:

  • Die jungen Leute bekommen den Nutzerstatus “Autor
  • Alles was diese dann schreiben bekommt den Status “Ausstehender Review
  • Ist der Artikel Deiner Meinung nach reif für die Veröffentlichung, kannst Du diesen [Publizieren]
  • Voraussetzung dafür: Du selbst hast die Nutzerrolle “Redakteur” oder “Administrator” (oder aber eine andere Rolle, welche Dir entsprechende Rechte einräumt. Das hängt ganz davon ab, welche Rollen auf der jeweiligen WordPress-basierten Seite eingerichtet wurden).

Screenshot: Das Menü Sichtbarkeit im Editor von WordPressDann gibt es noch die “Sichtbarkeit“. Das wird sehr interessant, wenn Du beispielsweise den Mitgliedern des zuvor schon erwähnten Reitvereines exklusive Informationen auf der Internetseite präsentieren möchtest. Angenommen, die Mitglieder sollen sich, so sie mögen, die Protokolle der letzten Jahreshauptversammlung auch im Internet durchlesen können (Eventuell kann man so eine ganze Menge Porto sparen). Dann hast Du hier zwei Möglichkeiten:

  1. Du versiehst Deinen Artikel mit einem Passwortschutz und verteilst das Passwort exklusiv an die Mitglieder des Vereines. Wollen diese dann die so geschützten Inhalte lesen, müssen sie zuerst das Passwort eingeben. Selbstverständlich besteht immer die Möglichkeit, dass dieses Passwort weitergegeben wird. Aber in diesem beispielhaften Fall wäre das vielleicht nicht so dramatisch?
  2. Du setzt die “Sichtbarkeit” des Artikels auf “Privat“. Solche Inhalte sind nur noch für Personen sichtbar, deren Rolle, z.B. “Vereinmitglied” auch die Berechtigung zum Betrachten privater Artikel beinhaltet.

Und was hat es mit dem Kästchen “Diesen Artikel auf der Startseite halten” auf sich?

Wenn Du eine wichtige Ankündigung schreibst, zum Beispiel, dass ein Turnier ausfallen muss o.ä., dann kannst Du dafür sorgen, dass dieser Artikel auf alle Fälle als Erster auf der Internetseite erscheint. Dazu klickst Du einfach das Kästchen “Diesen Artikel auf der Startseite halten” an. Ist diese Ankündigung irgendwann hinfällig, beispielsweise weil ein wichtiger Termin verstrichen ist, dann entfernst Du einfach die Markierung dieses Kästchen. Nach dem Speichern wird der Text dann automatisch in die normale Artikelreihenfolge zurückgesetzt.

Screenshot: Feld "Sofort publizieren"Abschließend werfen wir einen Blick auf das Feld “Sofort publizieren“. Ich mag diese Funktion sehr. Nehmen wir einmal an, die Planung der Arbeitsdienste für das laufende Jahr wurde fertig gestellt. Du hast geplant, jeweils drei Tage vor diesen Terminen eine Erinnerung ins Internet zu stellen, auf dass viele Vereinsmitglieder zum Mitarbeiten kommen. Mit dieser Funktion kannst Du Dir das Leben deutlich leichter machen:

  1. Du schreibst Deinen Text, Titel vielleicht “Erinnerung – Arbeitsdienst am xx.xx.2010″
  2. Jetzt kopierst Du den Text und legst für jeden Arbeitsdiensttermin einen Artikel an
  3. Nun änderst Du das Datum im Titel des ersten Textes.
  4. Danach klickst Du bei “Sofort publizieren” auf [Bearbeiten] und setzt das Veröffentlichungsdatum auf 3 Tage vor dem eigentlichen Termin, 06:00 Uhr morgens.
  5. Nun klickst Du auf [Publizieren], fertig. Drei Tage vor dem Arbeitsdienst wird dieser Artikel morgens um 06:00 Uhr automatisch veröffentlicht.

Die Schritte  3. bis 5. wiederholst Du für jeden Arbeitsdienst und danach brauchst Du Dich in diesem Jahr nicht mehr um diese Routinesache kümmern. Klasse, oder? Das ist auch sehr praktisch wenn Du in den Urlaub fährst, aber eigentlich währenddessen einen beliebigen Text veröffentlichen möchtest. Schreib alles vorher, binde die Bilder ein usw. usf. Dann legst Du das Veröffentlichungsdatum fest und fertig bist Du damit.

Schlagwörter

Screenshot des Schlagwörter MenüsIn diesem Feld werden Schlüsselbegriffe vergeben, die den Inhalt bzw. das Thema Deines Artikels beschreiben. Es geht nicht um Masse, wichtig ist, möglichst exakt den Schwerpunkt des Artikels zu erfassen. Links siehst Du ein Beispiel für ziemlich viele Tags… *hüstel*. Diese Begriffe sind unter anderem auch für Suchmaschinen relevant. Diese können dann nämlich den Inhalt der Artikel besser einsortieren (indexieren). Außerdem hilft es Besuchern Deiner Internetseite dabei, Gesuchtes schneller und treffsicherer zu finden.

Die Schlagwörter werden einfach hintereinander eingegeben. getrennt werden diese durch Kommata. Mit einem Klick auch [Hinzu] werden diese an den Artikel “gehängt”. Hast Du Dich verschrieben, dann kannst Du jederzeit Begriffe löschen, indem Du das graue Symbol vor dem Begriff anklickst (Kreuz im Kreis). Auch das Hinzufügen weiterer Schlagwörter ist jederzeit möglich, selbst wenn der Artikel schon vor langer Zeit veröffentlicht wurde.

Mit einem Klick auf [Wähle aus den beliebtesten...] werden die bisher vergebenen Schlagwörter angezeigt. Du kannst hier durch einfaches Anklicken bereits in der Vergangenheit vergebene Begriffe dem neuen Artikel zuordnen.

Das ist ja einfach.

Sag ich doch. Eigentlich ist alles recht einfach. Durch die Vielzahl an Möglichkeiten wirkt WordPress im ersten Moment kompliziert. Ist es aber nicht wirklich, man muss sich nur erstmal dran gewöhnen. Auch und gerade im Vergleich mit anderen Content Management Systemen. Da gibt es wahrlich schröckliche Beispiele…

Kategorien

Screenshot des Menüs "Kategorien"Jetzt kümmern wir uns nur noch um die Kategorien und dann wars das erstmal wieder.

Alle Artikel werden in sogenannte Kategorien einsortiert. Man könnte auch sagen: In thematisch organisierte Regale gepackt. Das schafft eine große Übersichtlichkeit, gerade wenn es im Laufe der Zeit sehr viele Artikel werden. Kategorien können jederzeit neu angelegt oder gelöscht werden (die Inhalte bleiben erhalten!).  Außerdem können auch Unterkategorien zu bestehenden Kategorien angelegt werden. Man sollte allerdings darauf achten nicht zu viele Kategorien zu erstellen. Eine weitere “Feinsortierung” der Inhalte wird ja beispielsweise durch die Schlagwörter erreicht.

Um Deinem Artikel den passenden Kategorie-”aufkleber” zu verpassen, markierst Du einfach das entsprechende Kästchen im Menü “Kategorien“.

Und wenn ich nun etwas über unsere Volti-Pferde schreiben möchte, welche Kategorie nehme ich da?

Beide. Du kannst einem Artikel quasi beliebig viele Kategorien zuordnen. In diesem Beispiel würde ich es vielleicht bei der Kategorie “Voltigieren” belassen und dafür mit Schlagworten arbeiten. Falls spontan eine neue, noch nicht existente  Kategorie benötigt wird, kann diese mit einem Klick auf [+ Neue Kategorie...] angelegt werden.

Soweit, so bunt. Falls Fragen offen bleiben bitte ich um entsprechende Kommentare.

3 thoughts on “Einstieg in die redaktionelle Arbeit mit WordPress – Teil 3

  1. Simon

    “Du setzt die “Sichtbarkeit” des Artikels auf “Privat“. Solche Inhalte sind nur noch für Personen sichtbar, deren Rolle, z.B. “Vereinmitglied” auch die Berechtigung zum Betrachten privater Artikel beinhaltet.”

    Wie kann ich Personen die Rolle “Vereinsmitglied” geben?

  2. Marc Post author

    Moin Simon,

    entweder Du bestimmst einfach “per Definition” dass alle Mitglieder des Vereines die vorhandene Rolle “Abonnent” bekommen.

    Alternativ kannst Du ein entsprechendes Plugin nutzen, beispielsweise den “User Role Editor” (http://bit.ly/bYk5i8). Mit dem kannst Du eine Rolle “Vereinsmitglied” (“Schornsteinfeger”, “Fondueliebhaber” oder was auch immer) anlegen und mit den gewünschten Berichtigungen versehen.

    Soweit erstmal klar? Sonst bitte nachfragen.

    Grüße
    Marc

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