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BSSW Report 1-2008

Titelbild BSSW Report 1-2008Ab heute Abend auch mit Bild und “Mehrwert”.

Beim BSSW geht es jetzt Schlag auf Schlag, schon vor ca. zwei Wochen kam der aktuelle Report (1-2008) heraus. Was findet der geneigte Leser vor?

Dem Editorial von Martin Grimm, folgt ein Bericht über die Nachzucht von Rineloricaria sp. aff. latirostris. Stefan Schmidt (Holzgerlingen) schreibt kurz über die Gattung an sich und die Ökologie dieser Art um dann sehr ausführlich und gut bebildert auf die Nachzucht einzugehen.

Die Sparte Welse wird gleich noch einmal bedient (es ist aber auch wirklich sehr welsig im BSSW ), Eric Schiller, der Spartenleiter Welse betrachtet rückblickend das vergangene Jahr. Dabei geht er kurz auf verschiedene neu beschriebene Arten verschiedener Gattungen ein. Das dieses nur ein Auszug aus den interessantesten Neuerungen aus 2007 sein kann ist verständlich. Der Versuch, auf alle Publikationen einzugehen würde wohl zu einem Sonderheft führen.

Danach wird die Barbenfraktion bedient. Der Spartenleiter himself, Stefan Pahl aus Neuenhagen hat sich intensiv mit Barbus cf. lineomaculatus beschäftigt, einer Art die Martin Grimm von einer Reise durch Tansania mitgebracht hat. Hier hat die Redaktion des Reports übrigens zu einem ganz fuchsigen Trick gegriffen, dem Fortsetzungsroman. Es fehlen nämlich vier Seiten, welche im kommenden Report nachgeliefert werden. Es lässt sich schon so sagen, dass diese Art sehr intensiv “bearbeitet” wurde, der Artikel geht sehr in die Tiefe. Ich bin auf den, derzeit fehlenden, Teil über die erfolgreiche Nachzucht sehr gespannt.

Hans-Jürgen Ende aus Halle beschreibt einige ichtyologische Aufklärungsschriften in Asien. Ich muss gestehen, damit konnte ich nun nicht so viel anfangen, da diese auch noch in singalesischer Sprache gedruckt wurden.

Dr. Rainer Hoyer (Leipzig) schreibt über die Haltung und Aufzucht von Danio tweediei. Und wie schon im Titel angedeutet, die Nachzucht stellt keine große Herausforderung dar. Für mich sehr interessant ist der Hinweis, das Acriflavin eingesetzt wurde, um ein Verpilzen der Eier zu verhindern. Toller Bericht, gewohnt gute Bilder.

Wer jetzt glaubt das war es… Pustekuchen, der BSSW hat noch viel mehr zu bieten! Abschließend schreibt nämlich Christian Cramer (Porto Alegre) über den Fang von Pareiorhaphis in Brasilien. Es ist, entschuldigt bitte, so geil. Die Schwierigkeiten beim Fang, die Biotope, alles ist wirklich sehr schön beschrieben und lässt den Leser wirklich teilhaben.

Fazit: Ein tolles Heft welches einmal mehr zeigt, dass sich eine Mitgliedschaft im BSSW lohnt. In meinen Augen noch viel wichtiger: Im Netz mag man es manchmal aus den Augen verlieren, aber es gibt durchaus viele Menschen die sich intensiv mit der Materie beschäftigen und die sich, im Rahmen dieses Arbeitskreises, untereinander fachlich austauschen ohne den Spass an der Sache zu verlieren.

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