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VDA-aktuell 2-2008

Titelbild VDA-aktuell 2-2008Seit einigen Tagen liegt die neue Ausgabe der VDA-aktuell auf dem Schreibtisch. Großes Thema ist “Aquaristik und Tierschutz”. Nach den einleitenden Worten des VDA-Präsidenten folgt ein Interview mit Klaus Öchsner, Präsident des ZZF. Das liest sich ganz amüsant, vor allem an den Stellen, wo es um PETA geht. Die sind “böse” und wir müssen aufpassen, denn sogar die ARD hat “denen” schon Sendezeiten eingeräumt ohne der ZZF vorher zu kontaktieren und eine ausgewogene Berichterstattung zu gewährleisten… ;) Man muss es selbst lesen um sich ein Bild zu machen. Und klar (!) mir scheint man bei PETA auch ziemlich verbiestert zu sein… um es mal freundlich auszudrücken. Ich lasse den ganzen Verbandskram mal vor der Tür, es ist mäßig interessant. Nur bitte, daraus ist nicht abzuleiten, das ich den Verband überflüssig o.ä. finde. Würden die sich nicht auch einsetzen, es gäbe die Artenvielfalt in deutsche Aquarien so wohl nicht. Mal ganz zu schweigen von den vielen, sehr interessanten Arbeitskreisen usw. usf.

Jetzt wird es aber richtig interessant! Siegfried Bäsler hat die Keköldi Indianer in Costa Rica besucht und berichtet über deren Leguanzucht. Sie züchten die grünen Leguane(Iguana iguana rhinolopha) nicht etwas zum Verzehr (früher stellten die Leguane eine Bereicherung des Speiseplanes dar), oder für den Export als Terrarientiere. Tatsächlich züchten die Indianer die Leguane um der Natur etwas zurückzugegeben. Ein allerdings gern gesehener Nebeneffekt dieser Zucht ist aber, das vermehrt Touristen kommen um sich die Zuchtbemühungen anzusehen und nebenbei etwas Geld für den Erwerb von kunsthandwerklichen Arbeiten ausgeben.

Auf die Suche nach Oryzas madagascariensis machten sich Gerd Eggers sowie Daniela und Dirk Nowak. In ihrem sehr lesenswerten aber durchaus auch beängstigenden Bericht erzählen sie davon, dass selbst auf Madagaskar die Faunenverfälschung soweit fortgeschritten ist, dass dort in den Reisfelder vor allem Aquarienfische wie Gambusen, Guppys, Schwertträger und Platys vorkommen… Auch die Suche nach Pachypanchax sakaramyi während unterschiedlicher Reisen kann mehr oder weniger als Misserfolg bezeichnet werden. Unter anderem machten sich Oliver Lucanus, Christel Kasselmann, Eggers und Nowak auf die Suche. Die gefundenen Stückzahlen waren allerdings sehr gering. Stattdessen befanden sich Tilapia- und Salmler-Arten in größerer Stückzahl in den Netzen. Hier werden interessante Arten durch den nachlässigen Umgang mit Aquarienfischen ausgerottet. Verantwortlich dafür sind aber nicht nur Aquarianer sondern durchaus auch Wissenschaftler, welche allzu sorglos mit eingeführten Fischen umgingen (Arnould 1959, Stiassny). Die Bevölkerung vor Ort macht das Beste draus und verarbeitet die Zierfische allen Ernstes zu Fischsuppe. :)
Elena Thays berichtet über die Zucht brasilianischer Riesenseepferdchen. Der umfangreiche Bericht liest sich interessant. Die hier gezüchteten Tiere werden bis zu 30cm groß. Es wurde ein Seepferdchen-Förderverein gegründet, welcher sich der Zucht dieser etwas skurillen Tiere widmet. Mir persönlich gefallen die kleinen Verwandten dieser Riesenviecher besser, nett anzuschauen sind sie aber allemal.

Dr. Rainer Hoyer war in Khao Lak auf Pukhet/Thailand unterwegs und berichtet vom Fang der Badis siamensis. In den Gewässern, zu denen genaue Wasserwerte gleich mitgeliefert werden, fing er auch Aplocheilus panchax, Rasbora paviei, Danio Kerry und andere Arten.

Es folgen Nachrichten aus den Arbeitskreisen, hier der Arbeitskreis Labyrinthfische außerdem wird die Neuauflage des Ordners zur Sachkundeprüfung Terraristik vorgestellt. Danach tanzt der Kongress, nein, es wird auf zehn dicken Seiten das Programm des 74. VDA-Bundeskongresses abgedruckt. Dieser findet 2008 in Soest statt.

Erika und Hermann Stöckl geben Ratschläge zum Erwerb und zur Pflege von Boas. Ja, richtig gelesen, hier geht es um Abgottschlangen. Spannende Tiere aber definitv nichts für Vaters Sohn, dem die dann doch zu “unheimlich” sind.

Die “Kunst der Pflanzen-Aquarien” wurde in einem Forum schon “kontrovers” diskutiert. Hier gibt es einen weiteren, gut bebilderten Bericht über die von Harald Sosna initiierte und organisierte Veranstaltung in Hannover. Mein Lieblingsbecken stammt von Jens Pytlich ausDänemark und trägt den Titel “Secret of the Swamp” (runterscrollen).

Den Abschluss bilden verschiedene Nachrichten, Gratulationen zu Jubiläen und Geburtstagen und zu guter Letzt wird das neue Sonderheft des VDA-Arbeitskreises Wasserpflanzen vorgestellt. Thema sind diesmal Algen.

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