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Corydoras mit Isopoda-Befall

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Isopoda auf Corydoras - Copyright Karel ZahrádkaGestern Abend bat Karel um die Identifikation eines Parasiten, der sich an der Schnauze eines seiner Corydoras festgefressen hatte. Nach Betrachten des Bildes war meine erste Idee: Fischlaus (Argulus sp.). Diese können durch andere Fische oder aber durch selbst gefangenes Futter eingeschleppt werden. Aber daDie Fraßstelle der Assel - Copyright Karel Zahrádka lag ich falsch. Die korrekte Identität lautet Isopoda sp., eine räuberische Wasserassel. Diese wird vor allem durch Wildfänge eingeschleppt. Ursache kann eine unzureichende Quarantaenezeit beim Importeur sein. Allerdings gilt für beide Schädlingsarten die gleiche Bekämpfungsstrategie. 

Laut Dieter Untergasser können folgende Wirkstoffe erfolgreich angewendet werden:

  • Diflubenzoron (wie in “Dimilin 80 WG” enthalten)
  • Lufenuron (wie in “Program” enthalten)
  • Metrifonat (wie in “Trichlorphon 40%”, “Masoten 80%” oder “Neguvon 100%” enthalten)

Diese Medikamente sind in Deutschland verschreibungspflichtig, hier ist ein Tierarzt aufzusuchen um ein Rezept zu bekommen! Die Behandlung selbst ist nicht ganz so einfach wie zum Beispiel die Anwendung von Baktopur direct und ähnliche, frei verkäufliche Arzneien.

Wasserasseln und auch Fischläuse sind durchaus in der Lage den Wirt zu wechseln, außerdem sind Fischläuse auch drei Wochen ohne Wirt überlebensfähig. Die Stiche der Fischläuse und die Fraßwunden der Wasserasseln entzünden sich sehr schnell, so das eine Behandlung zügig und konsequent durchgezogen werden muss. Es ist nicht die schlechteste Idee, befallen Tiere in Quarantäne zu setzen und die im Ursprungsbecken verbliebenen Fische genau zu beobachten.

Kommentare

Comment von Dirk
Zeit: 2. März 2008, 23:55

Hi Marc,

hm, ich hatte letztens Wasserasseln ertümpelt. Zwar nicht verfüttert, aber komisch ist das schon.

Comment von Heinrich
Zeit: 31. März 2008, 18:05

Hallo Marc,
bei Parasitenbefall und Verletzungen haben wir früher die Fische in ein Ektozonvollbad gebracht.Die Fische haben die Schleimhaut und die Parasiten abgestoßen und die Wunden sind gut verheilt.
Ektozon (damals noch von Brustmann) gibt es heute noch.Ist vollkommen unschädlich da reines Sauerstoffpräparat und daher sicherlich einen Versuch wert.
Von KOSMOS gab es auch mal ein “Osmosesalz” welches es ermöglichte See-und Süßwasserfische in einem Becken zu halten.Wurde damals auch sehr erfolgreich nicht nur zur Parasitenbekämpfung verwendet.
Gruß
Heinrich

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