BSSW REPORT Heft 4 - 2007
Der Spartenleiter Schmerlen plaudert über die für diese Sparte interessanten Dinge des vergangenen Jahres. Er wirft einen Blick auf die Veröffentlichungen des vergangenen Jahres und stellt einige der 2007 im Handel wieder aufgetauchten aber auch neu eingeführten Arten vor.
Es folgen zwei Artikel (OTT sowie SZIPL & VOGLER) über eine Zwergschmerle, Yunnanilus sp. welche in einer Importlieferung von 2500 Danio margaritatus entdeckt wurden. Diese Zwergschmerlenart, eine gewisse Ähnlichkeit mit Yunnanilus brevis ist durchaus geeignet die Herzen der Liebhaber kleiner Fische höher schlagen zu lassen. Waren es anfangs nur drei Weibchen, so tauchte einige Tage später bei Reinigungsarbeiten im Filter des Danio-Beckens ein weiteres Tier, diesmal ein Männchen, auf. Und mit diesen nun insgesamt vier Tieren klappte die Zucht. Der von SZIPL & VOGLER geschriebene Artikel beschreibt die Bemühungen zur Vermehrung sehr detailliert.
Kim MATHIASEN aus Holstebro, Dänemark beschreibt die Zucht von Corydoras atropersonatus. Der Autor versuchte die Laichaktivitäten durch Wasserwechsel mit recht kühlem Regenwasser auszulösen. Letztendlich begannen die C. atropersonatus im Dezember 2006 mit ihren Laichaktivitäten. Bis Anfang Februar wurde zweimal wöchentlich abgelaicht, danach komplett eingestellt. Vielleicht waren nicht die kühlen Wasserwechsel der Auslöser, sondern die Laichsaison dieser Tiere fällt in den beschriebenen Zeitraum.
Über die Haltung und Zucht der Flunderharnischwelse Pseudohemiodon lamina schreibt Matthias SCHNEIDER aus Berlin.Sehr spannend: Die Eier wurden in einem Artemiasieb (mit Doppelsaugern in der Strömung befestigt) zehn Tage zur Reife gebracht und dann vom Autoren geöffnet, da die Larven nicht in der Lage sind, sich selbstständig aus der Eihülle zu befreien. Ähnliches las ich schon mal von Norman Behr im Bezug auf eine andere Welsart.
Melanie PREUSS aus Berlin beschreibt ausführlich die Vermehrung von Peckoltia sp. L 135. Mein Lieblingsbild dieses Berichtes zeigt einen Messbecher mit zwölf nachgezogenen L 135. Das Ergebnis der Bemühungen auf einem Blick, toll!
Zu Beginn der Regenzeit machte sich Norman BEHR auf eine Reise durch Costa Rica. Das Hauptziel der Reise waren eigentlich Fonchiiichthys uracanthus (KNER 1863). Daraus wurde letztendlich nicht, aber die Schilderungen der einzelnen Stationen, die tollen Bilder und vor allem auch das breite Spektrum der Tiere und Pflanzen welche Norman auf seinem Streifzug durch die Wildnis Costa Ricas antraf, belegen eindrucksvoll, dass diese Reise trotzdem ein Erfolg war. Dieser Artikel ist mein persönliches Highlight des aktuellen Reports.
Den abschließenden Artikel liefert diesmal Oliver ZOMPRO, Kiel mit seiner Rezension des Buches “Fishes of the World” von Joseph S. NELSON.
Herzlichen Dank an Stefan K. Hetz für das Titelbild!