Apistogramma eremnopyge - Ein Portrait
Apistogramma sp. „Fresa“; Apistogramma sp. “Barbarossa”; Apistogramma sp. “Rotbart”
Etymologie
eremnopyge: griechisch für eremnos = dunkel/schwarz und pyge = Gesäß, Pobacken
Der Name bezieht sich auf den großen Schwanzwurzelfleck
Größe
Männchen 8cm, Weibchen ca. 5cm
Verbreitung und Fundort
Laut Cichliden Atlas 2 ist Ap. eremnopyge im Nordöstlichen Peru im Einzugsgebiet des Rio Itaya und Rio Tapiche beheimatet. Wahrscheinlicher ist aber der Rio Pintuyacu, ein rechtsseitiger Nebenfluss des Rio Itaya in der Provinz Loreto.
Einleitung
Apistogramma eremnopyge ist ein in Deutschland noch nicht weit verbreiteter Zwergcichlide wie z.B. Apistogramma cacatuoides oder dergleichen. Er ist ein leicht zu haltender, mittel aggressiver Zwergcichlide der bei richtiger Haltung ein interessanter und schöner Fisch ist.

Haltung
Apistogramma eremnopyge bewohnt bei mir ein 126 Liter Becken. Es sind 4 Individuen, ein Männchen, ein Weibchen und zwei Nachkömmlinge wo ich das Geschlecht noch nicht genau bestimmen konnte. Außerdem wohnen 10 Glühlichtsalmler (Hemigrammus erythrozonus) und drei L134 in dem Becken. Die Wasserwerte sind zurzeit KH 2, GH 3, pH 6, NO2 0 und NO3 0. Die Temperatur liegt bei mir bei 27° Celsius.
Das Becken ist mit Moorkienwurzeln und roten Moorwurzeln dekoriert. Als Bodengrund habe ich Sand verwendet da die Zwergbuntbarsche den Sand gerne nach Futter durchkauen. Bepflanzt ist das Aquarium mit Valisnaria, Echinodorus bleheri und Cryptocoryne parva. Zum verstecken und zum Brüten befinden sich fünf Höhlen im Aquarium, darunter auch zwei Welshöhlen.
Geschlechtsunterschiede
Erwachsene Männchen besitzen eine Rückenflosse ähnlich die der Apistogramma Cacatuoides wobei die Rückenflosse bei meinem Männchen höher ist als der Körper. Auf den Wangen und Kiemendeckeln tragen die Männchen ein rotes Muster, was ihnen den Namen Apistogramma sp. “Rotbart” einbrachte. Die Schwanzflosse hat verlängerte Spitzen und die Afterflosse ist meistens auch zugespitzt und verlängert. Sie reicht oft über die Schwanzflosse hinaus.
Die Weibchen sind kleiner als die Männchen. Sie weißen einen gelben Grundton auf, der aber auch ins orange gehen kann. Die Rückenflossen sind nicht so ausgeprägt wie beim Männchen, die Schwanzflossen sind abgerundet. Die Afterflosse ist abgerundet und kürzer. Was beide Geschlechter gemeinsam haben ist der schwarze Fleck an der Schwanzflossenwurzel.

Sozialverhalten
Apistogramma Eremnopyge sind Revierbildend. Das Männchen bezieht dabei ein großes Revier in dem sich mehrere Reviere von Weibchen befinden. Die Weibchen verteidigen ihre Reviere gegen andere Weibchen und während der Brut auch gegen andere Fische. Untereinander sind die Fische recht aggressiv was aber, zumindest bei mir, an der sehr unterschiedlichen Körpergröße der Zwergcichliden liegen kann.
Zucht
Bisher ist mir die Zucht erst einmal gelungen und das auch nur durch Zufall. Aus einem Jungfischschwarm von Anfangs 10 bis 20 Tieren haben sich nur zwei weiter entwickelt, jedoch ohne Eingreifen meinerseits. Nun warte ich geduldig auf ein neues Gelege um zu versuchen durch mein Zutun mehr Fische groß zu ziehen. Ich bin gespannt.

Quellen
Mergus Cichliden Atlas 2
http://www.apistogramma.net/
Fotos: John van Amerongen
Autor: Marc Große-Allermann
http://www.salzig-süss.net
August 3rd, 2007 at 10:47
[...] Apistogramma eremnopyge Portrait von Marc Große-Allermann [...]