Apistogramma eremnopyge
(Ready und Kullander, 2004)
Bekannt wurde diese schöne Apistogramma-Art als Apistogramma sp. “Barbarossa”. Weiter Synonyme waren (und sind teilweise heute noch) Apistogramma sp. “Rotbart”, Apistogramma sp. “Barbaroja”, Apistogramma sp. “Fresa”, Apistogramma sp. “Diamante”, Apistogramma sp. “Rio Tapiché”.
Fundort
Apistogramma eremnopyge wurden im Rio Pintuyacu, ungefähr 50 Kilometer südlich von Iquitos nachgewiesen. Wie es nach meinem bisherigen Kenntnisstand aussieht, ist diese Art dort endemisch, das bedeutet nur dort vorhanden. Auch wenn die Karte es anders aussehen lässt, der exakte Fundort ist nicht bekannt.
Die Erstbeschreibung (welche übrigens unter etwas kuriosen, um nicht zu sagen “zweifelhaften” Umständen entstanden ist) enthält leider keinerlei Informationen zum Habitat von Apistogramma eremnopyge. Es wird von kleineren Waldbächen mit einer dicken Falllaubschicht gesprochen. Ähnliches wird von Oliver Lucanus mitgeteilt. Dieses lässt auf einem niedrigen pH-Wert, als auch einen niedrigen Leitwert schließen. Betrachtet man die Satellitenbilder im Umkreis des Fundortes, so scheint dieses sehr wahrscheinlich. Bedingt durch die Größe des Gebietes kann der Eindruck allerdings auch täuschen.
Haltung
Mein Paar bezog ein 54ltr. Becken. Eingerichtet war es mit viel Holz, einer dichten Schwimmpflanzendecke, etwas Buchenlaub und zwei Höhlen. Als Stallgefährten befanden sich noch acht Salmler im Becken. Diese hielten sich vornehmlich im oberen und mittleren Beckenbereich auf. Es gab zu keinem Zeitpunkt ernsthafte Auseinandersetzungen mit den Apistogramma eremnopyge.
Allerdings machten die Kröten auch keine Anstalten sich endlich mal zu vermehren.
Nachdem ich irgendwann die Faxen dicke hatte, wurde die Temperatur kurzzeitig auf 28° C erhöht, und danach klappte es auch mit dem Nachwuchs. Weitere Nachzuchten erfolgten ohne besondere Maßnahmen von meiner Seite. Mehr zur Haltung und Nachzucht in einem anderen Beitrag.
Besonderheiten/Anekdoten
- Der Name Apistogramma sp. “Rio Tapiché” wurde vergeben weil man, in ungenauer Kenntnis des Fundortes, anfangs annahm, dass diese Art aus eben dem Rio Tapiché stammt.
- Dr. Uwe Römer schreibt in dem neuen Cichlidenatlas (Cichliden Atlas 2. Naturgeschichte der Zwergbuntbarsche Südamerikas - Gebundene Ausgabe: 1319 Seiten - Verlag: Mergus; Auflage: 1 (Januar 2007) - Sprache: Deutsch, Englisch - ISBN-10: 3882440848 - ISBN-13: 978-3882440843), Apistogramma eremnopyge ließen sich nur in einer größeren Gruppe halten. Alternativ wären kleinere Behälter möglich, die Fische müssten sich dann aber unbedingt gegenseitig sehen. Dem möchte ich dringend widersprechen. Sowohl bei mir, als auch bei vielen Bekannten, unter anderem B.A.R.S.C.H.-Mitgliedern wurden A. eremnopyge in 54ltr. erfolgreich nachgezogen. Dabei kam es zu keinerlei Problemen zwischen Männchen und Weibchen! Trotzdem sollte sich niemand davon abhalten lassen den Cichliden Atlas 2 zu erwerben, denn er enthält trotz einiger Fehler eine Fülle an interessanten Informationen
Weitere Informationen
- Erstbeschreibung Apistogramma eremnopyge (öffnet ein PDF!)
- Apistogramma eremnopyge in der fishbase
- Apistogramma eremnopyge Portrait von Marc Große-Allermann